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MASCH - Marxistische Abendschule Hamburg. Forum für Politik und Kultur e.V. ***********

Veranstaltungen im Winter 2o21-22


Editorial

Der Marxistischen Abendschule Hamburg wurde im Dezember 2020 der Status der Gemeinnützigkeit vom Hamburger Finanzamt entzogen. Unsere Medienmitteilungen dazu finden Sie hier.

Trotz Corona-Einschränkungen versuchen wir, Diskussionen über uns wichtige Themen unbedingt weiterhin zu ermöglichen. Dazu führen wir einerseits Veranstaltungen online durch (Videodiskussion), anderseits versuchen wir, weiterhin Präsenz-Veranstaltungen durchzuführen – wenn dies erlaubt ist - und dann mit einem dedizierten Hygienekonzept (u.a. Höchstzahl möglicher Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Tragen eines Mund-Nasen-Schutz, Abstand sichern).

Auf Grund der gesetzlichen Hygieneauflagen ist bei Präsenz-Veranstaltungen auf jeden Fall eine Anmeldung per E-Mail mit vollständigem Namen, Anschrift und Telefonnummer erforderlich. Trotzdem stehen die Veranstaltungen unter dem Vorbehalt der aktuellen Corona-Regelungen. E-Mail ist hier die beste Möglichkeit, den aktuellen Stand der Veranstaltungen zu erfragen.

Auch bei Online-Veranstaltung ist die Voraussetzung für die Teilnahme eine Anmeldung über eine Mail an bis 2 Tage vor der Veranstaltung. Der Link für die Veranstaltung wird dann bis zum Vortag der Veranstaltung, 18 Uhr, versendet.

Der von uns gesendete Link installiert (falls nicht schon vorhanden) nach Anklicken das Programm „Zoom“ und öffnet die Video-Konferenz. Hier ist eine Zoom-Anleitung: https://www.youtube.com/watch?v=G83cZf46A4k Mikrophon und Kamera (beides häufig im PC eingebaut) sollten für die Diskussion oder Nachfragen aktivierbar sein.



Afghanistan: Die Wiederergreifung der staatlichen Macht durch die Taliban

Nach dem Abzug der sowjetischen Truppen aus Afghanistan am 15. Februar 1989 und dem anschließenden Zerfall des Realsozialismus nahm das Interesse an Afghanistan in der westlichen Welt ab. Mit dem Sturz der Taliban, der im November 2001 im Rahmen „Operation Enduring Freedom” vollzogen wurde, wurde eine neue Ära eingeläutet. Unter der Regie der westlichen Staaten wurde die Islamische Republik Afghanistan geboren; eine Regierung, die einerseits den Islam und islamischen Werte als ihre Staatsräson und Legitimationsquelle der staatlichen Macht betrachtete, und andererseits unter dem Deckmantel der Demokratie die Ethnisierung der staatlichen Macht und die Korruption massiv beförderte.
Diese Ära, die mit dem Petersburger Prozess begann, endete am 15.08.2021 mit katastrophalen Folgen, welche eigentlich niemanden überraschen sollten. Dieser Vortrag geht nach einer kurzen Darstellung des geschichtlichen Hintergrundes auf die inneren und äußeren Faktoren ein, die den Boden für die Wiederergreifung der staatlichen Macht seitens der Radikalislamisten am 15.08.2021 begünstigt haben. Schließlich soll auf dieser Grundlage diskutiert werden, wie die Taliban-Herrschaft vom Gesichtspunkt einer kritischen Theorie der gegenwärtigen Weltordnung einzuschätzen ist.

Unser Referent ist in Afghanistan geboren und aufgewachsen und beschäftigt sich seit Jahren mit der politischen und sozialen Situation des Landes.

Termin: Donnerstag, 11.11.2o21, 19:oo Uhr
Ort: Cafè Knallhart, Von-Melle-Park 9 (Uni)
(angefragt; bitte vorher nochmal unter masch-hamburg.de checken)

Bitte anmelden unter .



Jürgen Bönig

Die kapitalistische Produktionsweise und die Entstehung des modernen Antisemitismus am Anfang des 19. Jahrhunderts

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert wurde religiöser Judenhass in sozialer Konfliktverschiebung umgeformt und der moderne Antisemitismus erfunden. Weil sie nicht mit der kapitalistischen Produktionsweise fertig wurden, machten ständische zünftige Gesellschaften nicht Strukturen, sondern Abstammung und Herkunft der Kapitalisten für ihre Probleme verantwortlich. Karl Marx analysiert im „Kapital“ die Veränderungen, die die kapitalistische Produktionsweise in denjenigen Gesellschaften bewirkt, in denen sie bereits herrscht. Am Beispiel Hamburgs, wo die Waren aus kapitalistischer Produktionsweise in Länder eingeführt wurden, in denen sie eben noch nicht herrschte, soll gezeigt werden, wie der ständische Anti-Kapitalismus die Probleme von Strukturen auf Personen zu schieben suchte und Sozialisten wie Marx, Engels, Heine und andere diesem herrschaftsstabilisierenden Rassismus entgegentraten und in der Kapital-Analyse das stärkste Gegenargument gegen den Antisemitismus erarbeiteten.

Dr. Jürgen Bönig, Technikhistoriker, jahrzehntelang im Museum der Arbeit; durch einen Vortrag von Michael Sommer bei der MASCH angeregt zu dem Buch „Karl Marx in Hamburg, Der Produktionsprozess des >Kapital<“ und dieses Jahr zu seiner Fortsetzung „Otto Meissner, Verleger des >Kapital<. Ein 1848er in Hamburg“ (beide im VSA-Verlag erschienen).

Referent: Dr. Jürgen Bönig (Hamburg)
Termin: Donnerstag, 13.o1.2o22, 19:oo Uhr
Ort: Cafè Knallhart, Von-Melle-Park 9 (Uni)
(angefragt; bitte vorher nochmal unter masch-hamburg.de checken)

Bitte anmelden unter .



Bafta Sarbo

Einführung in die materialistische Rassismuskritik

Marxismus und Antirassismus werden in deutschen akademischen und aktivistischen Kontexten selten zusammen gedacht. Oft gibt es die Unterstellung, Marxist:innen würden im Rassismus lediglich einen Nebenwiderspruch sehen und sich deshalb nicht würdig damit beschäftigen. Eine historisch materialistische Auseinandersetzung könnte aber Antworten bieten auf die Fragen: Was ist Rassismus und wie ist er entstanden? Können wir überhaupt von dem einen Rassismus, statt von Rassismen, sprechen? Und was hat kapitalistische Produktionsweise mit rassistischer Gewalt zu tun? Was bedeutet die sogenannte "Wiedervereinigung" für die rassistische Entwicklung in den 90er Jahren in Deutschland?
Warum Rassismus mehr ist, als nur eine Ideologie oder ein falsches Bewusstsein und was das Problem mit bürgerlichem Antirassismus ist, soll in diesem Vortrag erläutert werden.

Bafta Sarbo ist Sozialwissenschaftlerin aus Berlin. Sie ist im Vorstand der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD), leitet für die Rosa-Luxemburg-Stiftung Lesekurse zum Marx’schen „Kapital“ und ist Autorin diverser Beiträge zum Verhältnis von Marxismus und Antirassismus.

Eine Veranstaltung der Marxistischen Abendschule Hamburg – Forum für Politik und Kultur e.V. (https://www.masch-hamburg.de)

Referent: Bafta Sarbo (Berlin)
Termin: Donnerstag, 1o.o2.2o22, 19:oo Uhr
Ort: Barboncino Zwölphi (barboncino.de), im „Golden Pudel Club“; St. Pauli Fischmarkt 27

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Hinweise
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Tagungsband: Aufhebung des Kapitalismus
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