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MASCH - Marxistische Abendschule Hamburg. Forum für Politik und Kultur e.V. ***********

Veranstaltungen/Workshops der MASCH Hochschulgruppe Sommer 2o26


Sergio Bologna im Metropolis

Ein Abend mit dem Theoretiker Sergio Bologna zur Geschichte des Operaismus der 60er und 70er Jahre

Zu Beginn werden zwei Kurzfilme gezeigt:
• Fata Morgana (1962), Regie: Lino del Fra, 11 Min.
• Scioperi a Torino (1962), Regie: Carla und Paolo Gobetti, 32 Min.
Danach stellt der Journalist und Autor Michael Hopp Sergio Bologna kurz vor. Es folgt ein etwa 40-minütiger Vortrag von Sergio Bologna zum Thema Operaismus. Im Anschluss ein kurzes Gespräch zwischen Michael Hopp und Sergio Bologna, das schließlich für das Publikum geöffnet wird.

Eine Veranstaltung der Galerie der abseitigen Künste und des Italienischen Kulturinstituts in Kooperation mit Teorema e.V., dem ROTEN SALON HAMBURG und der MASCH.

Referent: Sergio Bologna (Trieste, 1937)
Moderation: Michael Hopp (ROTER SALON)
Termin: Sonntag, 19.04.2026, 17:00-19:20 Uhr
Ort: Metropolis Kino, Theaterstraße 10, 20354 Hamburg



Jan Rehmann

Nazismus und aktuelle Faschisierung ― Ähnlichkeiten und Unterschiede

In der Veranstaltung geht es darum, die Diskussion des Artikels „Nazismus” von Jan Rehmann im Historisch-Kritischen Wörterbuchs des Marxismus (HKWM) mit einer aktuellen Analyse gegenwärtiger Faschisierungsprozesse zu verbinden. Ausgehend von klassischen Faschismustheorien wird versucht, Ähnlichkeiten und Unterschiede zu identifizieren. Welche Rolle spielen die High-Tech Konzerne im Machtapparat des Trumpismus, wie funktioniert die Verbindung mit dem Rechts-Populismus und wo liegen die Widersprüche? Welche Rolle spielen die Philosophien des Akzelerationismus und des Posthumanismus? Wie begreifen wir die Rechtsentwicklung in Deutschland und das Erstarken der AfD? Und welche Schlussfolgerungen ergeben sich für die Entwicklung wirksamer antifaschistischer Strategien zur Verteidigung der Demokratie?

Jan Rehmann ist Visiting Professor for Critical Theory and Social Analysis am Union Theological Seminary in New York City, Privatdozent an der FU-Berlin. Redakteur des Historisch-Kritischen Wörterbuchs des Marxismus (HKWM) und Autor u.a. von „Postmoderner Linksnietzscheanismus. Deleuze und Foucault – eine Dekonstruktion“ (Mangroven 2021) und „Einführung in die Ideologietheorie“ (Argument 2008).

Eine Veranstaltung der MASCH-Hochschulgruppe.

Referent: Dr. phil. habil. Jan Rehmann (Berlin)
Termin: Donnerstag 23.04.2026, 18:30 Uhr
Ort: (Der Raum an der Universität Hamburg wird noch bekannt gegeben.)

Um Anmeldung unter info@masch-hamburg.de wird gebeten. Die Angemeldeten erhalten dann den Artikel zur vorherigen Lektüre zugesandt.



Kolja Witt

Die Verkleidung der Herrschaft in Kultur

Über das Verhältnis von Ideologie und Kulturindustrie

In einer sehr allgemeinen Bestimmung könnte mit Marx Ideologie als die falsche Vorstellung der Menschen von dem, was sie sind und dem, was sie sein sollen, verstanden werden. Als solche ist sie Rechtfertigung, da sie Phänomene in einen Sinnzusammenhang stellt und die wesentlichen Bestimmungen der Gesellschaft verkennt. Dies geschieht jedoch nicht in einer rein statischen Gestalt. Die Ideologie unterliegt einem Formwandel, der heute mit einer Kulturalisierung der Gesellschaftsauffassung einhergeht.
Ein solcher Formwandel wird durch die Kritik der Kulturindustrie von Adorno und Horkheimer bestimmbar. Denn die Kulturindustrie unterstellt Kultur nicht nur zunehmend dem Zweck der Warenproduktion, sie hat auch eine bewusstseinsbildende Kraft. Das Moment der Selbstständigkeit des Bewusstseins weicht dem kulturindustriellen Schematismus, und auch der gesellschaftliche Schein ist durch sie bestimmt. In der Folge verwandeln sich der Mensch und das Verhältnis der Menschen zueinander in eine Ansammlung partikularer und pluraler Identitätsbestimmungen.
Der Vortrag soll eine begriffliche Darstellung des Verhältnisses von Ideologie und Kulturindustrie leisten. Nach der Darlegung des Ideologiebegriffs und seiner erkenntnistheoretischen Implikationen werden die Vermittlungsmomente mit der Kulturindustrie herausgearbeitet, die den Formwandel der Ideologie bestimmen. Dies eröffnet letztlich die Frage nach den heute herrschenden Bewusstseinsformen.

Eine Veranstaltung der MASCH-Hochschulgruppe.

Referent: M.A. Kolja Witt (Hamburg)
Termin: Mittwoch 13.05.2026, 19:00 Uhr
Ort: (Der Raum an der Universität Hamburg wird noch bekannt gegeben.)



Anne Rieger

Einladung zum Dialog über die KPÖ

Im öffentlichen Gespräch erläutert Anne Rieger (KPÖ Steiermark) die erstaunliche Entwicklung der KPÖ in einzelnen österreichischen Bundesländern.

Eine Veranstaltung des ROTEN SALON HAMBURG in Kooperation mit der MASCH.

Referentin: Dr. Anne Rieger (Graz)
Termin: Donnerstag 18.06.2026, 15:00-17:00 Uhr
Ort: Magda Thürey Zentrum, Lindenallee 72, 20259 Hamburg



Anne Rieger

Buchkritik und Gespräch

Nach einem Referat von Anne Rieger zum Anti-Kapitalismus-Klassiker „Der Allesfresser. Wie der Kapitalismus seine eigenen Grundlagen verschlingt“ von Nancy Fraser folgt ein Gespräch mit Anne über ihr Leben im Widerstand, in Deutschland und Österreich.

Dr. Anne Rieger, mittlerweile über 80 Jahre alt, war und ist seit den 1970er Jahren in der Frauen-, Gewerkschafts- und Friedensbewegung aktiv. Die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen, höhere Löhne und daraus resultierende soziale Sicherheit zählen zu den Schwerpunkten ihrer gewerkschaftlichen Arbeit. Als Gewerkschafterin (zuletzt Bevollmächtigte der IG Metall in Waiblingen) in einer männerdominierten Branche fungierte sie auch als wichtige Wegbereiterin für kommende Generationen junger Frauen. Über die Grenzen Österreichs hinaus ist sie tätig als Co-Sprecherin des Bundesausschusses Friedensratschlag und als Mitherausgeberin der „Marxistischen Blätter“.

Eine Veranstaltung des ROTEN SALON HAMBURG in Kooperation mit der MASCH Hochschulgruppe und LuV Hamburg (Liste unabhängiger Verlage).

Zur besseren Planung wird um Anmeldung gebeten, die über die Website https://roter-salon-hamburg.de anonym erfolgen kann.

Referentin: Dr. Anne Rieger (Graz)
Moderation: Michael Hopp (ROTER SALON)
Termin: Donnerstag 18.06.2026, 18:30-21:30 Uhr
Ort: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Von-Melle-Park 3, im Ossietzky Forum



Andreas Fisahn / Ridvan Ciftci

Ist Marx-Lektüre verfassungsfeindlich?

Eine Einordnung des Urteils im Prozess MASCH gegen das Landesamt für Verfassungsschutz Hamburg

Die Marxistische Abendschule Hamburg e.V. (MASCH) wurde über Jahrzehnte hinweg vom Verfassungsschutz beobachtet – mit praktischen Konsequenzen für den Verein und seine Referenten. Zuletzt hatte die MASCH aufgrund der Erwähnung im Verfassungsschutzbericht die Gemeinnützigkeit verloren. Sie erhob daher Klage und wollte erreichen, dass die Beobachtung für unzulässig erklärt wurde.
Im Juli 2025 wurde das Urteil des Verwaltungsgerichts Hamburg öffentlich: Die Klage hatte Erfolg. Allerdings enthält die Urteilsbegründung einen bemerkenswerten Passus. Das Gericht äußert darin die Auffassung, die Lehre von Karl Marx sei in wesentlichen Punkten mit der „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ nicht vereinbar. Die Veranstaltung nimmt dieses Urteil zum Anlass, es juristisch wie politisch einzuordnen. Zur Diskussion steht, welche Bedeutung es für andere linke oder marxistische Organisationen entfalten könnte und ob weitere staatliche Maßnahmen zu erwarten sind.

Das Urteil ist abrufbar unter: https://michael-hopp-texte.de/das-urteil/

Rechtsanwalt Ridvan Ciftci hat die MASCH im Verfahren vertreten.
Prof. Andreas Fisahn befasst sich in seiner Forschung unter anderem mit dem Verhältnis von sozialer Emanzipation und liberaler Demokratie .

Eine Veranstaltung der MASCH-Hochschulgruppe.

Referenten: RA Ridvan Ciftci (Bielefeld) / Prof. Dr. Andreas Fisahn (Bielefeld)
Termin: Donnerstag 25.06.2026, 18:30 Uhr
Ort: (Der Raum an der Universität Hamburg wird noch bekannt gegeben.)



Filmvorführung und Diskussion mit Michael Heidemann

Workingman’s Death ― 5 Bilder zur Arbeit im 21. Jahrhundert

„Workingman’s Death“ ist ein Dokumentarfilm von Michael Glawogger aus dem Jahr 2005, der fünf Formen extrem harter körperlicher Arbeit in verschiedenen Regionen der Welt porträtiert. Der Film führt von illegalen Kohleminen im ukrainischen Donbass über Schwefelträger am indonesischen Ijen-Vulkan bis hin zu Schlachthöfen in Nigeria, Schiffsabwrackern in Pakistan und Stahlarbeitern in China. In eindrucksvollen Bildern zeigt er die körperliche Belastung, die Gefährlichkeit und zugleich die Würde der Arbeitenden. Der Film unterstreicht den historischen Wandel von Arbeit und wirft die Frage auf, welche Bedeutung körperliche Arbeit im Kapitalismus heute noch besitzt.
Aus marxistischer Perspektive lässt sich anhand des Films die Rolle von Arbeit im 21. Jahrhundert diskutieren, insbesondere inwiefern materielle Aspekte noch eine Rolle spielen und inwiefern körperlich schwere Arbeit aus den kapitalistischen Zentren ausgelagert wurde.

Michael Heidemann studierte Philosophie und Politikwissenschaft in Münster und Oldenburg. Er ist Mitarbeiter im Peter-Bulthaup-Archiv und Mitglied der Gesellschaft für kritische Bildung.

Moderation: Michael Heidemann (Oldenburg)
Termin: Donnerstag, 02.07.2026, 18:00 Uhr
Ort: Centro Sociale, Sternstraße 2, 20357 Hamburg



ROTER SALON HAMBURG

Der ROTE SALON ist eine neue, unabhängige Veranstaltungsreihe in Hamburg, in der die Autor:innen aktueller politischer Bücher live mit Publikum diskutieren. Online werden die Veranstaltungen mit Material und Inhalten begleitet. Gegründet wurde der ROTE SALON von dem Journalisten und Autoren Michael Hopp.

Webseite: https://roter-salon-hamburg.de
Kontakt: info@roter-salon-hamburg.de


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