Übersicht über die Veranstaltungen (Hyperlinks)
09.11.2026 Buchvorstellung: Teslokratie Ideologien des Tech-Kapitalismus
18.11.2026 Jürgen Bönig: Krise der Automobilindustrie - welche Lösungen?
07.12.2026 Alex Karp
10.12.2026 Jürgen Bönig: Der Verleger von Karl Marx - Revolutionär oder Opportunist?
14.12.2026 Gerhard Hanloser; „Linker Antisemitismus – Zur Kritik eines Kampfbegriffs“
18.01.2027 Lutz Fiedler: Matzpen. Eine andere israelische Geschichte
27.01.2027 Jürgen Lichey: Ökonomische, politische und mediale Macht
19.-21.02.2027 Workshop: Das Kapital lesen – für Einsteiger:innen
??.??.???? Museumsbesuch Kantmuseum (Lüneburg)
Link zu den Lektürekursen
Buchvorstellung mit Alex Karschnia und Maike Weißpflug
Teslokratie Ideologien des Tech-Kapitalismus
Was rollt aus den USA Schreckliches auf uns zu – und stößt keineswegs nur auf Widerstand? Was ist der Tech-Kapitalismus und warum ist er so eine Gefahr für die Demokratie, ja für das Überleben der Menschheit? Darüber wird gerade viel geschrieben und nachgedacht, aber vielleicht immer noch zu wenig. Der Band, der im ROTEN SALON vorgestellt wird, geht einen eigenen Weg, der in die undogmatische Veranstaltungsreihe passt. Um sich dem anzunähern, was passiert, wenn die Tech-Konzerne die Macht ergreifen, bietet er Analysen aus politischer Theorie, Soziologie, Theologie, Kunst und Kulturwissenschaften – und der ROTE SALON macht einen inspirierenden Abend daraus.
Alex Karschnia, Berlin, ist Theatermacher und Autor, Kurator und Gelegenheitsdramaturg. Mitbegründer von andcompany&Co., wo er als Ko-Regisseur und Performer mitwirkt.
Maike Weißpflug, Berlin, ist politische Theoretikerin, mit Publikationen über Hannah Arendt, gesellschaftliche Naturverhältnisse und die Frage, wie Politik, Kultur und Gesellschaft besser zusammenarbeiten können.
C. Chwatal, A. Karschnia, H. Lattner (Hg.), Teslokratie Ideologien des Tech-Kapitalismus, 2026 bei Edition Nautilus, Hamburg
Referent:innen: Alex Karschnia, Maike Weißpflug (Berlin)
Moderation: Daniel Grothkopf, Michael Hopp (ROTER SALON)
Termin: Montag, 09.11.2026, 18:30-21:00 Uhr
Ort: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Von-Melle-Park 3, im Vortragsraum 1. Stock
Jürgen Bönig
Krise der Automobilindustrie - welche Lösungen?
Die weltweite Krise der Automobilproduktion ist massiv auch in Deutschland angekommen: Wie tief ist die Krise und wie kann ein Umbau unserer Verkehrssysteme gelingen?
Ist der Umstieg auf E-Autos ein Ausweg? Sind immer mehr private PKWs gut für unsere Welt? Wie kann von einem internationalistischen Standpunkt ein weltweit solidarischer Umbau gelingen und wie können die Produktionsfähigkeiten der Automobilindustrie für andere sinnvolle Produkte verwendet werden?
Dr. Jürgen Bönig ist Technikhistoriker u.a. der Fließbandarbeit am Museum der Arbeit, für lunapark21 beteiligt an der „aktionszeitung für eine Verkehrsindustrie mit Zukunft“.
Eine Veranstaltung der MASCH-Hochschulgruppe.
Referent: Dr. Jürgen Bönig (Hamburg)
Termin: Mittwoch 18.11.2026, 18:30 Uhr
Ort: (Der Ort an der Uni Hamburg erscheint demnächst hier auf www.masch-hamburg.de)
Buchvorstellung mit Jürgen Bönig
Der Verleger von Karl Marx - Revolutionär oder Opportunist?
Otto Meißner war ein in der Stadt Hamburg anerkannter Verleger, als er 1867 „Das Kapital“ von Karl Marx herausgab. Welche Rolle spielte der Verleger in der Revolution von 1848, als er mit G. Schirges den Verlag gründete? Welche Haltung hatte er nach 1871 zur Arbeiterbewegung? Wie wichtig war die Frauenemanzipation in diesem Sachbuchverlag? Welche Haltung nahm der Verleger zum Antisemitismus und zur Gleichberechtigung von Juden ein?
Der Sozial- und Technikhistoriker Dr. Jürgen Bönig stellt nach seinem Buch von 2017 „Karl Marx in Hamburg, Der Produktionsprozess des Kapital“ das Ergebnis seiner jahrelangen Forschungen zum Verleger des „Kapital“ vor: „Otto Meissner, Verleger nicht nur des »Kapital«. Ein 1848er in Hamburg“, VSA Verlag, 2026.
Dr. Jürgen Bönig ist Technikhistoriker u.a. der Fließbandarbeit am Museum der Arbeit.
Eine Veranstaltung der MASCH-Hochschulgruppe.
Referentin: Dr. Jürgen Bönig (Hamburg)
Termin: Donnerstag 10.12.2026, 18:30 Uhr
Ort: (Der Ort an der Uni Hamburg erscheint demnächst hier auf www.masch-hamburg.de)
Buchvorstellung mit Gerhard Hanloser
Linker Antisemitismus – Zur Kritik eines Kampfbegriffs
Der „linke Antisemitismus“ ist ein politischer Kampfbegriff, der die Linke spätestens seit dem 7. Oktober 2023 massiv schädigt und behindert. Was kann dagegen getan werden? Hanloser empfiehlt der Linken nicht, sich durch politische Anpassung vom Antisemitismusvorwurf „freizumachen“. Sie solle vielmehr tatsächlichen Antisemitismus selbstkritisch und begrifflich präzise bekämpfen, zugleich aber die Gleichsetzung von Antisemitismus, Antizionismus und Kritik an israelischer Staatspolitik zurückweisen. Der Ausweg liegt für Hanloser in einem konsequenten Internationalismus: gegen Judenfeindschaft ebenso wie gegen Rassismus, Nationalismus und die Entrechtung der Palästinenser – und in der Verteidigung freier Kritik des Kampfbegriffs „linker Antisemitismus“. Zumindest zum letzten Punkt wird der ROTEN SALON beitragen können!
Gerhard Hanloser ist Soziologe, Historiker und Germanist. Er lebt und arbeitet in Berlin als Lehrer und Publizist, seine Schwerpunkte sind die Geschichte der Linken und Antisemitismus.
„Linker Antisemitismus – Zur Kritik eines Kampfbegriffs“ ist 2026 im Mandelbaum Verlag erschienen.
Referentin: Gerhard Hanloser (Berlin)
Moderation: Marie Hügl (ROTER SALON)
Termin: Montag, 14.12.2026, 18:30-21:00 Uhr
Ort: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Von-Melle-Park 3, im Vortragsraum 1. Stock
Lutz Fiedler
Matzpen. Eine andere israelische Geschichte
„Matzpen“, das hebräische Wort für Kompass, das war auch der Name jener politischen Gruppierung, die nach dem Sechstagekrieg vom Juni 1967 mit ihrer Forderung nach einem unmittelbaren Rückzug aus den jüngst besetzten Gebieten die israelische Gesellschaft in Atem hielt. Doch schon vor dem Junikrieg provozierte die Gruppe, die 1962 als Abspaltung von der Kommunistischen Partei Israels entstanden war, mit ihrer Deutung des israelisch-palästinensischen Konflikts als kolonialem Nationalitätenkonflikt. Mit dessen Konfliktstruktur zu brechen und sie im Sinne gegenseitiger Anerkennung von Israelis und Palästinensern, einer gemeinsamen Zukunft für Juden und Araber, aufzulösen, bildete den Kern des internationalistischen Selbstverständnisses von Matzpen. Die Bedeutung, die Israel als jüdischem Staat nach dem Zivilisationsbruch innerhalb eines Großteils der jüdischen Welt zukam, blieb demgegenüber weitestgehend unreflektiert.
Was aber trieb diese neuen israelischen Linken an? Durch welche historischen Erfahrungen waren sie geprägt, von welchen politischen Hoffnungen motiviert? Diesen und anderen Fragen wird Lutz Fiedler, der 2017 ein Buch zu Matzpen veröffentlicht hat (2020 in engl. Übersetzung), in seinem Vortrag nachgehen und dabei die Geschichte der israelischen Neuen Linken historisch kontextualisieren.
Eine Veranstaltung der MASCH-Hochschulgruppe.
Referent: Dr. Lutz Fiedler (Potsdam)
Termin: Montag 18.01.2027, 18:30 Uhr
Ort: (Der Ort an der Uni Hamburg erscheint demnächst hier auf www.masch-hamburg.de)
Buchvorstellung mit Jürgen Lichey
Ökonomische, politische und mediale Macht
Verschränkung von Wachstumszwang und instrumenteller Vernunft
Die aktuelle Flutwelle an Informationen ist verbunden mit einer Zunahme von Komplexität. Lange galten die Wissenschaften als Garanten für »Objektivität«, seltener die Medien. Inzwischen schwindet das Vertrauen in beide. Was sind die Ursachen und wie ist Vertrauen zurückzugewinnen?
Die Autoren (Jürgen Lichey, Gottfried Meyer-Thoss und Wolfgang Schilling) des Buches „Ökonomische, politische und mediale Macht. Verschränkung von Wachstumszwang und instrumenteller Vernunft“, VSA-Verlag, wollen es Leserinnen und Lesern erleichtern, gesellschaftspolitische Zusammenhänge zu verstehen. Dabei konzentrieren sie sich zum einen auf ökonomische Denkweisen, zum anderen sollen Macht und Medien als grundlegende, aber oft vernachlässigte Kategorien ausgeleuchtet werden.
Unser Referent Jürgen Lichey wurde, nach seinem Studium der Humanmedizin und Philosophie an der FU Berlin, Professor für innere Medizin, Ärztlicher Direktor der Evangelischen Lungenklinik Berlin und, bis 2007, Chefarzt der dortigen Abteilung für Pneumologie.
Moderation: Prof. Jürgen Lichey (Berlin)
Termin: Mittwoch 27.01.2027, 18:30 Uhr
Ort: (Der Ort an der Uni Hamburg erscheint demnächst hier auf www.masch-hamburg.de)
Workshop: Das „Kapital“ lesen
Kritik der Politischen Ökonomie für Einsteiger:innen
Was erwartet euch:
Immer wenn der Kapitalismus in einer Krise ist, ist Marx wieder in aller Munde. Dabei fällt vielen der Einstieg in sein Hauptwerk, das „Kapital“ schwer und es kursieren die wildesten Meinungen, was denn eigentlich da so drin steht. Wir wollen uns mit kritischer Distanz dem Text nähern und zentrale Passagen gemeinsam erarbeiten: Was versteht Marx unter dem „Wert“? Was unter „Ausbeutung“? Gibt es wirklich noch Klassen und was ist eigentlich diese ominöse Dialektik?
Der Workshop wird eingeleitet durch eine ganz kurze theoretische Einbettung des Textes und eine Skizze seines Aufbaus. Zum Abschluss stellen wir euch verschiedene Lesarten („Wertkritik“, „Neue Marxlektüre“ und „Historische Lesart“) vor, die den Text teilweise sehr unterschiedlich auslegen und geben euch eine Auswahl an Möglichkeiten, wie ihr euch weiter mit der Kritik der politischen Ökonomie auseinandersetzen könnt.
Referenten:
Tobias ist studierter Philosoph und bietet seit Jahren Lesekreise zum „Kapital“ von Marx bei der MASCH (www.masch-hamburg.de) an.
Paul ist Soziologe und Logistiker und leitet ebenfalls seit vielen Jahren Kapital-Kurse.
Anmeldung und Material:
Die Teilnehmer:innenzahl ist begrenzt, darum bitten wir um eine kurze Anmeldung. Wir schicken euch dann einen Reader mit Auszügen aus dem „Kapital“, in den ihr gerne vorher schon reinlesen dürft, aber nicht müsst.
Wichtig: Der Kurs richtet sich an Personen ohne
Vorkenntnisse. Falls ihr schon Vorkenntnisse habt,
könnt ihr gerne teilnehmen, wir wollen aber für alle
verständlich und gemeinsam den Text erarbeiten,
ohne Expert:innendiskussionen.
Zeitrahmen:
Fr. 19.02.2027 | 19–22 Uhr
Sa. 20.02.2027 | 10–18 Uhr
So. 21.02.2027 | 10–13 Uhr
Kontakt: -->
Ort: Landesjugendring Hamburg, Güntherstr. 34, 22087 Hamburg
Veranstaltungsreihe: Marxistische Museumsbesuche
Kantmuseum Lüneburg
Im Zusammenhang mit dem Lektürekurs zu Kants Schrift „Zum Ewigen Frieden“ und „Zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht“ ist der Besuch des Kantmuseums in Lüneburg geplant. Dort erfahren wir nicht nur etwas über sein Leben und die Stationen der Entstehung seiner Werke, sondern finden seine Werke auch eingeordnet in die Epoche in der er lebte.
Termin: vermutlich Dezember 2026 oder Januar 2027
(der genaue Termin erscheint dann hier auf www.masch-hamburg.de)
Ort: Kantmuseum im Ostpreußischen Landesmuseum, Heiligengeiststraße 38, 21335 Lüneburg
ROTER SALON HAMBURG
Der ROTE SALON ist eine neue, unabhängige Veranstaltungsreihe in Hamburg, in der die Autor:innen aktueller politischer Bücher live mit Publikum diskutieren. Online werden die Veranstaltungen mit Material und Inhalten begleitet. Gegründet wurde der ROTE SALON von dem Journalisten und Autoren Michael Hopp.
Webseite: https://roter-salon-hamburg.de
Kontakt: info@roter-salon-hamburg.de